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STOFFWECHSELSTÖRUNGEN

Der Stoffwechsel umfasst alle komplexen Prozesse, die in unserem Körper ablaufen, um die über die Nahrung zugeführten Stoffe in andere Stoffe umzuwandeln. Dabei entstehen aus der sprichwörtlichen Currywurst Muskelzellen, Knochen, Haare, Tränenflüssigkeit, aber auch Enzyme, Hormone, Immunzellen und andere unsichtbare Helden unseres Körpers. Stoffwechselstörungen entstehen meist nicht isoliert, sondern entwickeln sich aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren – und genau deshalb profitieren viele Betroffene von einer ganzheitlichen Betrachtung. Sie können genetisch bedingt sein, haben aber meistens auch eine Lifestyle-Komponente. In vielen Fällen spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle, aber auch mangelnde Bewegung ist ein zuverlässiger Verstärker von Stoffwechselstörungen. Hier finden Sie Erläuterungen zu einer Auswahl weit verbreiteter Stoffwechselstörungen: Insulinresistenz Diabetes mellitus Metabolisches Syndrom Fettleber Adipositas Dyslipidämie (erhöhte Blutfette) Gicht Mitochondriale Dysfunktion HPU/KPU Schilddrüsenfunktionsstörungen WENN DER STOFFWECHSEL AUS DEM GLEICHGEWICHT GERÄT Viele moderne Zivilisationsbeschwerden beruhen auf Störungen in drei zentralen Bereichen des Stoffwechsels.

1. BLUTZUCKER- UND INSULINSTOFFWECHSEL

INSULINRESISTENZ

Die Insulinresistenz ist häufig die Vorstufe eines Diabetes mellitus Typ 2. Dabei reagieren die Körperzellen zunehmend unempfindlich auf das Hormon Insulin. Der Zucker bleibt länger im Blut, während der Körper immer mehr Insulin produziert, um gegenzusteuern. Auf Dauer entsteht so ein Teufelskreis: Hohe Insulinspiegel fördern die Bildung und Einlagerung von Fett, während gleichzeitig die Fähigkeit der Zellen, Zucker aufzunehmen, weiter abnimmt, was zu einem tatsächlichen Energiemangel führt. Häufig entwickeln sich daraus weitere Stoffwechselprobleme wie Übergewicht, Fettleber, Diabetes oder das sogenannte metabolische Syndrom. Typische Hinweise können sein: Heißhungerattacken Energietiefs nach dem Essen Gewichtszunahme trotz „normaler“ Ernährung Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte Die Insulinresistenz entwickelt sich meist über Jahre hinweg und bleibt dabei in der Standarddiagnostik lange unentdeckt, da die Blutzuckerwerte Inklsdnflskndflknsdlfnnoch im Normbereich liegen. Erst mit ansteigenden Blutzuckerwerten wird sie auffällig und als Prädiabetes (Vorstufe des Diabetes) oder Diabetes sichtbar. Umso wichtiger ist es, frühzeitig gegenzusteuern: Durch gezielte Ernährungsstrategien, Lebensstilmaßnahmen wie Stressreduktion und regelmäßige Bewegung und eine Verbesserung der Darmfunktion kann der Stoffwechsel wieder deutlich entlastet werden.  Zurück zum Anfang

DIABETES MELLITUS

Diabetes mellitus ist eine Störung im Kohlenhydrat- oder Zuckerstoffwechsel. Wenn Kohlenhydrate aus Zucker, Getreide und stärkehaltigem Gemüse über die Nahrung aufgenommen und verstoffwechselt werden, steigt der Blutzuckerspiegel an. Da zu viel Zucker im Gefäßsystem nicht gesund ist, ist der Körper stets bemüht, den Zucker aus den Gefäßen zu entfernen. Dabei ist der Weg in die Zellen sinnvoll, da dort aus dem Zucker Energie gewonnen werden kann. Für den Transport des Zuckers aus den Gefäßen in die Zellen wird Insulin benötigt, das die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bereitstellt. Das Insulin wirkt dabei wie ein Schlüssel, und die Zellen besitzen spezielle Rezeptoren, an die das Insulin andocken kann, um die Zelle für den Zucker „aufzuschließen“. Beim Diabetes mellitus ist dieses fein abgestimmte System gestört. Man unterscheidet mind. zwei Hauptformen bzw. Ursachen: Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an, sodass kaum noch oder gar kein Insulin mehr gebildet wird. Betroffene sind lebenslang auf die Zufuhr von Insulin angewiesen. Typ-2-Diabetes ist deutlich häufiger und wird auch „Altersdiabetes“ genannt. Hier liegt häufig zunächst eine Insulinresistenz vor. Durch dauerhaft hohe Blutzucker- und Insulinspiegel infolge einer kohlenhydratreichen Ernährung, Bewegungsmangel und genetischer Veranlagung – reagieren die „Schlüssellöcher“ (Insulinrezeptoren) nicht mehr ausreichend auf den „Schlüssel“ Insulin. Die Folge in beiden Fällen: Zu viel Zucker verbleibt im Blut, während die Zellen gleichzeitig energetisch unterversorgt sein können. Bei Typ-2-Diabetes versucht der Körper zunächst, dies durch eine erhöhte Insulinproduktion auszugleichen – bis die Bauchspeicheldrüse erschöpft ist und auch hier kaum noch oder kein Insulin mehr gebildet werden kann. Ein frühes Symptom ist häufig vermehrtes Wasserlassen. Der überschüssige Zucker wird über die Nieren ausgeschieden und zieht Wasser mit sich. Dadurch entsteht auch ein verstärktes Durstgefühl. Kommt es zu starken Blutzuckerschwankungen, können akute Stoffwechselentgleisungen auftreten. Unterzuckerungen (z. B. durch Medikamente, Mahlzeitenausfall oder Fehlanpassung der Therapie) können zu Zittern, Schweißausbrüchen, Verwirrtheit oder Ohnmacht führen. Stark erhöhte Blutzuckerwerte können ebenfalls gefährlich werden und erfordern ärztliche Behandlung. Beide Zustände sind potenziell lebensbedrohlich, eine sorgfältige Lebensgestaltung kann hier aber gut vorbeugen. Aber auch ohne akute Entgleisung ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel problematisch. Er schädigt langfristig: Blutgefäße Nerven Nieren Augen Herz-Kreislauf-System Die Folgen zeigen sich häufig zuerst an den Füßen als Neuropathie (Schädigung der Nerven mit Kribbeln, Schmerzen, Taubheit und schließlich totalem Gefühlsverlust), betreffen jedoch tatsächlich den gesamten Organismus und können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall Nierenschäden Sehstörungen Wundheilungsstörungen erhöhen. Zur medikamentösen Behandlung werden u.a. blutzuckersenkende Medikamente und Insulin eingesetzt. Diese regulieren zwar den Blutzuckerwert – beheben jedoch nicht automatisch die zugrunde liegende Stoffwechselstörung. Entscheidend ist es, die Insulinsensitivität zu verbessern, Entzündungsprozesse zu reduzieren und den gesamten Stoffwechsel zu stabilisieren. Geeignete Maßnahmen sind hier: individuelle Ernährungsweise, die den Blutzucker stabilisiert und Entzündungen reduziert Lebensstilmaßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Schlafhygiene, Reduktion von Stress und Rauchstopp Eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen: Chrom ist beispielsweise an der Insulinwirkung beteiligt und kann – bei entsprechendem Mangel – eine Rolle spielen. Aber auch Vitamin D, Zink und Magnesium sind am Zuckerstoffwechsel beteiligt und werden bei Diabetikern häufig im Mangel gefunden. Eine nachhaltige Verbesserung des Stoffwechsels und erfolgreiche Behandlung des Diabetes mellitus beschränkt sich daher nicht allein auf die Senkung des Blutzuckerspiegels. Entscheidend ist ein umfassendes Verständnis der zugrunde liegenden Stoffwechselprozesse. Deshalb ist das Ziel, die Insulinsensitivität zu verbessern, chronische Entzündungsprozesse zu reduzieren, Nährstoffdefizite gezielt zu beheben und den Stoffwechsel insgesamt zu stabilisieren, um langfristige Folgeschäden zu vermeiden und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. In meiner Praxis steht daher nicht nur der Blutzuckerwert im Fokus, sondern der gesamte Stoffwechselzusammenhang. Auf Basis differenzierter Laboranalysen und einer individuellen Auswertung entwickle ich Konzepte, die darauf abzielen, die Insulinsensitivität zu verbessern und den Stoffwechsel nachhaltig zu stabilisieren.  Zurück zum Anfang

METABOLISCHES SYNDROM

Das metabolische Syndrom ist keine einzelne Erkrankung, sondern das gemeinsame Auftreten mehrerer Stoffwechselstörungen. Typisch sind: Übergewicht oder Adipositas mit bauchbetonter Fettverteilung Erhöhter Blutzucker (Prädiabetes oder Diabetes) Erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämie) Bluthochdruck (Hypertonie) Diese Kombination tritt häufig gemeinsam auf und verstärkt sich gegenseitig. Im Zentrum steht meist eine Insulinresistenz: Die Körperzellen reagieren immer schlechter auf das Hormon Insulin. Der Blutzuckerspiegel bleibt erhöht, während gleichzeitig vermehrt Fett gespeichert wird und die mitochondriale Energiegewinnung (Link einfügen) nicht mehr optimal funktioniert. Ernährung, Bewegungsmangel, chronischer Stress und Schlafmangel sind maßgebliche Einflussfaktoren. Gleichzeitig stehen diese Stoffwechselveränderungen auch mit chronischen Entzündungsprozessen, der Entwicklung einer Fettleber und hormonellen Dysbalancen in Verbindung. Das metabolische Syndrom gilt heute als eine der wichtigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßschäden ist deutlich erhöht. Da sich diese Störungen über Jahre hinweg langsam entwickeln, bleiben sie meist lange unbemerkt. Oft werden einzelne Bestandteile – etwa Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte – isoliert behandelt, ohne die zugrunde liegende Stoffwechsellage ausreichend zu berücksichtigen. Ein zentraler Ansatzpunkt der Therapie ist daher die Stabilisierung des gesamten Stoffwechsels. Dazu gehören unter anderem: individuell angepasste Ernährungsweise Verbesserung der Insulinsensitivität Förderung der Darmgesundheit gezielte Mikronährstoffversorgung regelmäßige Bewegung und weitere Lebensstilmaßnahmen Um die individuelle Stoffwechselsituation genauer zu erfassen, kann eine differenzierte Stoffwechselanalyse sinnvoll sein. Auf dieser Basis lässt sich ein Ernährungskonzept entwickeln, das den Blutzucker stabilisiert und den Stoffwechsel nachhaltig entlastet. Gerade weil mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen, ist eine die Gesamtsituation berücksichtigende Herangehensweise besonders wichtig. (Mehr dazu finden Sie auf meiner Seite zum Gesund & Aktiv Stoffwechselprogramm.)  Zurück zum Anfang

FETTLEBER (NICHT-ALKOHOLISCHE FETTLEBER)

Bei der nicht-alkoholischen Fettleber lagert sich vermehrt Fett in den Leberzellen ein – häufig als Folge dauerhaft erhöhter Insulin- und Blutzuckerwerte bei übermäßigem Kohlenhydratkonsum. Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers. Sie steuert unter anderem: Blutzuckerregulation Fettstoffwechsel Eiweißstoffwechsel Hormonhaushalt Bildung von Blutgerinnungsfaktoren Produktion von Gallenflüssigkeit zur Fettaufnahme im Darm Speicherung von Vitaminen und Spurenelementen Entgiftungsprozesse Eine Fettleber verursacht keine Schmerzen, da das Lebergewebe selbst nicht schmerzempfindlich ist. Die Folgen zeigen sich daher häufig indirekt – etwa in Form von: Erhöhter Erschöpfung Konzentrationsschwierigkeiten Ungünstigen Blutfettwerten Hormonellen Dysbalancen Erhöhter Entzündungsneigung Häufig ist die Leberfunktion bereits eingeschränkt, lange bevor die üblicherweise bestimmten Laborwerte deutlich auffällig werden oder klinische Symptome auftreten. Die Versorgung mit wichtigen Stoffwechselprodukten kann reduziert sein, und auch die Entgiftung funktioniert nicht mehr optimal. Eine Fettleber kann auch die Entwicklung schwerwiegender Leberschäden begünstigen, lässt sich allerdings über Lebensstilmaßnahmen wie eine Stabilisierung des Blutzuckers, Reduktion schnell verfügbarer Kohlenhydrate, Gewichtsregulation, Bewegung, Alkoholkarenz und eine gezielte Unterstützung der Leberfunktion gut beeinflussen und oft sogar komplett ausheilen. Da die Veränderungen häufig lange unbemerkt bleiben, kann ein frühzeitiger differenzierter Blick auf die eigene Stoffwechselsituation sinnvoll sein.  Zurück zum Anfang

2. FETT- UND HARNSTOFF-STOFFWECHSEL

ADIPOSITAS

Adipositas ist ein sehr starkes Übergewicht. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation wird das Körpergewicht in mehrere Klassen eingeteilt. Berechnungsgrundlage ist der Body-Mass-Index (BMI), der sich aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m 2 ) ergibt. Folgende Klassen werden unterschieden: BMI <18: Untergewicht BMI 18 - <25: Normalgewicht BMI 25 - <30: Übergewicht BMI 30 - <35: Adipositas Grad I BMI 35 - <40: Adipositas Grad II BMI >40: Adipositas permagna, Grad III Für eine bessere Vorstellung hier ein paar Beispiele: Ein Mensch mit einer Größe von 1,70 m wäre mit 50,6 kg untergewichtig (BMI: 17,5), mit 63,6 kg normalgewichtig (BMI: 22), mit 78 kg übergewichtig (BMI: 27) und ab 86,7 kg adipös (BMI: 30). Adipositas ist jedoch nicht nur eine Frage des Gewichts, sondern Ausdruck komplexer hormoneller und stoffwechselbedingter Veränderungen – insbesondere im Insulin- und Fettstoffwechsel. Starkes Übergewicht erhöht das Risiko für: Insulinresistenz und Diabetes Bluthochdruck und Arteriosklerose Fettstoffwechselstörungen Fettleber Gelenkverschleiß Schlafapnoe Chronische Entzündungsprozesse Hormonstörungen, PCOS Krebs Viszerales Fettgewebe – also das Fett zwischen den Organen im Bauchraum – wirkt hormonell aktiv und kann entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzen. Dadurch entsteht eine dauerhafte Belastung für den gesamten Organismus. Eine nachhaltige Gewichtsregulation kann hier das Risiko für eine ganze Reihe teilweise schwerer Erkrankungen deutlich senken. Eine nachhaltige Therapie setzt aber nicht nur auf eine einfache Kalorienrestriktion, sondern berücksichtigt den individuellen Stoffwechsel, Blutzuckerregulation, Darmgesundheit, Hormonbalance und Stressbelastung.  Zurück zum Anfang

DYSLIPIDÄMIE (ERHÖHTE BLUTFETTE)

Erhöhte Triglyceride oder ein ungünstiges Verhältnis von HDL- zu LDL-Cholesterin sind Ausdruck einer gestörten Fettverwertung. Ursachen sind häufig eine zuckerreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Insulinresistenz oder chronischer Stress. Erhöhte Blutfettwerte bleiben häufig lange unbemerkt, können jedoch in bestimmten Situationen die Entstehung von Gefäßablagerungen (Arteriosklerose) fördern und damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Da Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel eng miteinander verknüpft sind, liegt die Ursache häufig nicht nur im Fettkonsum selbst, sondern in einer gestörten Blutzuckerregulation. Eine gezielte Ernährungsumstellung, Stabilisierung des Blutzuckers, Bewegung sowie die Optimierung des Mikronährstoffstatus können sich daher positiv auf die Blutfettwerte auswirken.  Zurück zum Anfang

GICHT

Bei der Gicht ist der Harnsäurestoffwechsel gestört. Harnsäure entsteht bei der Verstoffwechselung purinhaltiger Nahrungsmittel. Sie kann beim Vorliegen einer Gicht nicht ausreichend schnell abgebaut werden, sodass ein hoher Harnsäurespiegel entsteht und Harnsäurekristalle ausfallen. Da die Löslichkeit der Harnsäure mit sinkender Temperatur abnimmt, kristallisiert sie bevorzugt in körperfernen Bereichen wie Zehen- oder Fingergelenken aus. Die Kristalle schädigen das Gewebe und lösen schmerzhafte Entzündungsreaktionen aus. Purinhaltige Lebensmittel sind z.B. Fleisch (besonders Schwein und Wild) Einige Fischsorten Innereien (besonders Leber) Bier, Hefe Hülsenfrüchte Spargel Neben genetischen Faktoren spielen Ernährung und Lebensstil eine entscheidende Rolle. Eine Reduktion purinreicher Lebensmittel, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie die Stabilisierung des Stoffwechsels können helfen, den Harnsäurespiegel zu regulieren und Gichtanfällen vorzubeugen.  Zurück zum Anfang

3. ENERGIE- UND MIKRONÄHRSTOFF-STOFFWECHSEL

MITOCHONDRIALE DYSFUNKTION

Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ unserer Zellen. Sie produzieren Energie in Form von ATP, das nahezu alle zellulären Prozesse antreibt. Darüber hinaus sind Mitochondrien beteiligt an: Regulation des Zellstoffwechsels Bildung bestimmter Hormone Steuerung des programmierten Zelltods (Apoptose) Calciumhaushalt Regulation von oxidativem Stress Sind sie in ihrer Funktion eingeschränkt, steht nicht nur weniger Energie zur Verfügung – auch zahlreiche Regulationsmechanismen geraten aus dem Gleichgewicht. Mögliche Folgen können sein: Chronische Müdigkeit Erschöpfung trotz ausreichendem Schlaf Konzentrationsstörungen Muskelschwäche Erhöhte Infektanfälligkeit Geringere Stressresilienz Chronischer Stress, Nährstoffmängel, Umweltbelastungen oder anhaltende Entzündungen können die mitochondriale Funktion beeinträchtigen, indem sie den oxidativen Stress steigern. Dabei handelt es sich um ein Ungleichgewicht zwischen aggressiven Sauerstoffverbindungen – sogenannten freien Radikalen – und den körpereigenen Schutzsystemen. Ein Zuviel an oxidativem Stress kann Zellstrukturen schädigen und wird mit zahlreichen chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. So wird auch klar, dass die mitochondriale Dysfunktion mit einer Vielzahl chronischer Erkrankungen einhergeht oder sogar ihre Grundlage ist. Therapeutisch stehen die Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen, die Reduktion von (oxidativem) Stress, die Unterstützung der Entgiftungsleistung sowie eine Stabilisierung des gesamten Stoffwechsels im Vordergrund. Ziel ist es, die Energieproduktion auf Zellebene wieder zu verbessern und die Belastbarkeit der Betroffenen nachhaltig zu steigern.  Zurück zum Anfang

HPU / KPU

Die Hämopyrrollaktamurie (HPU) bzw. Kryptopyrrolurie (KPU) beschreibt eine Störung im Häm-Stoffwechsel bzw. der Häm-Bildung. Häm ist ein zentraler Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, aber auch wichtig für zahlreiche Enzyme, die an Entgiftung, Energieproduktion und Nervenstoffwechsel beteiligt sind. Bei der HPU/KPU werden vermehrt fehlerhafte Häm-Moleküle gebildet, die über den Urin ausgeschieden werden und dafür wasserlöslich gemacht werden müssen. Dies geschieht über eine Verbindung mit wichtigen Mikronährstoffen (u.a. Vitamin B6, Zink, Mangan), die auf diese Weise ebenfalls ausgeschieden werden und dadurch einem vermehrten Verbrauch und in der Folge häufig einem Mangel unterliegen. Diese Mikronährstoffe sind jedoch an einer Vielzahl zentraler Prozesse beteiligt, unter anderem: Nervenstoffwechsel und Neurotransmitterbildung Hormonregulation Entgiftungsleistung der Leber Immunsystem Energieproduktion in den Mitochondrien Ein chronischer Mangel kann daher ein sehr breites und oft unspezifisches Beschwerdebild verursachen. Mögliche Folgen sind: Chronische Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit Konzentrationsprobleme („Brain Fog“) Erhöhte Stressanfälligkeit Schlafstörungen Hormonelle Dysbalancen (z. B. PMS, Zyklusbeschwerden) Hautprobleme Infektanfälligkeit Verdauungsbeschwerden Eingeschränkte Entgiftungsfähigkeit Da die Symptomatik vielfältig und unspezifisch ist, bleibt diese Stoffwechselstörung häufig lange unerkannt. Eine gezielte Labordiagnostik und eine differenzierte Betrachtung der individuellen Situation können hier entscheidend sein, um Zusammenhänge sichtbar zu machen. Therapeutisch steht in der Regel die gezielte Substitution der betroffenen Mikronährstoffe im Vordergrund, eingebettet in ein individuelles Gesamtkonzept zur Stabilisierung des Stoffwechsels, der Entgiftung und der Stressregulation.  Zurück zum Anfang

SCHILDDRÜSENFUNKTIONSSTÖRUNGEN

Die Schilddrüse steuert über ihre Hormone zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper – unter anderem den Energieverbrauch, die Wärmeproduktion, den Herzschlag und die Aktivität vieler Organe. Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) verlangsamt sich der Stoffwechsel. Mögliche Folgen sind: Müdigkeit und Antriebslosigkeit Gewichtszunahme Kälteempfindlichkeit Verstopfung Trockene Haut und Haare Bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) läuft der Stoffwechsel beschleunigt ab. Mögliche Folgen sind: Gewichtsabnahme trotz gutem Appetit Herzklopfen oder Herzrasen Nervosität und innere Unruhe Schlafstörungen Wärmeintoleranz und vermehrtes Schwitzen Häufige Ursachen von Schilddrüsenerkrankungen sind Autoimmunprozesse: Hashimoto-Thyreoiditis: Eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Dies führt zu Beginn meist zu einer entzündungsbedingten Überproduktion der Schilddrüsenhormone, langfristig aber zu einem Untergang des hormonproduzierenden Gewebes und damit zu einer Unterfunktion. Morbus Basedow: Ebenfalls eine Autoimmunerkrankung, bei der stimulierende Antikörper die Schilddrüse überaktivieren und eine Überfunktion verursachen. Darüber hinaus können auch strukturelle Veränderungen eine Rolle spielen: Schilddrüsenknoten („heiße“ und „kalte“ Knoten): Heiße Knoten produzieren eigenständig Hormone und können zu einer Überfunktion führen. Kalte Knoten sind hormonell inaktiv und sollten diagnostisch abgeklärt werden. Struma (Kropf): Eine Vergrößerung der Schilddrüse, häufig infolge von Jodmangel oder hormonellen Regulationsstörungen. Schilddrüsenfunktionsstörungen können zahlreiche körperliche und psychische Prozesse beeinflussen und bleiben insbesondere in milderen Ausprägungen häufig lange unentdeckt. Gerade bei unspezifischen Beschwerden kann eine differenzierte Betrachtung der Schilddrüsenfunktion über die Standardwerte hinaus sinnvoll sein. Da die Schilddrüse eng mit anderen hormonellen Systemen, der Stressregulation und der Mikronährstoffversorgung verbunden ist, lohnt sich häufig ein ganzheitlicher Blick auf den Stoffwechsel. Neben der ärztlichen Abklärung können eine Optimierung der Mikronährstoffversorgung (z. B. Jod, Selen, Eisen, Vitamin D), eine Stabilisierung des Stoffwechsels sowie die Reduktion von Stress unterstützend wirken.  Zurück zum Anfang

MEIN THERAPEUTISCHER ANSATZ

Stoffwechselstörungen entstehen selten isoliert. Häufig beeinflussen sich Blutzuckerregulation, Fettstoffwechsel, Darmgesundheit, Mikronährstoffstatus und hormonelle Steuerung gegenseitig. Daher kombiniere ich: differenzierte Labordiagnostik individuelle Ernährungsstrategien gezielte Mikronährstofftherapie Darmregulation Stressmodulation Gerne kläre ich gemeinsam mit Ihnen, welche Stoffwechselprozesse bei Ihnen aus dem Gleichgewicht geraten sind – und welche Schritte sinnvoll und realistisch umsetzbar sind, um ein gesundes Gleichgewicht möglichst gut wieder herzustellen.  Zurück zum Anfang

IHR STOFFWECHSEL IST VERÄNDERBAR

Auch wenn sich viele Stoffwechselstörungen schleichend entwickeln und lange unbemerkt bleiben, sind sie in vielen Fällen gut beeinflussbar. Oft reichen bereits wenige gezielte Veränderungen, um den Stoffwechsel spürbar zu entlasten und Beschwerden nachhaltig zu verbessern. Entscheidend ist, die individuellen Ursachen zu erkennen und nicht nur einzelne Symptome zu behandeln. Genau hier setzt meine Arbeit an: mit einem strukturierten Blick auf die Zusammenhänge und einem klaren, umsetzbaren Konzept. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht geraten ist oder Sie sich in einzelnen Punkten wiederfinden, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir, um einen Termin zu vereinbaren – bei Bedarf für ein kostenloses Informationsgespräch.
Behandlungsgebiete
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STOFFWECHSELSTÖRUNGEN

Der Stoffwechsel umfasst alle komplexen Prozesse, die in unserem Körper ablaufen, um die über die Nahrung zugeführten Stoffe in andere Stoffe umzuwandeln. Dabei entstehen aus der sprichwörtlichen Currywurst Muskelzellen, Knochen, Haare, Tränenflüssigkeit, aber auch Enzyme, Hormone, Immunzellen und andere unsichtbare Helden unseres Körpers. Stoffwechselstörungen entstehen meist nicht isoliert, sondern entwickeln sich aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren – und genau deshalb profitieren viele Betroffene von einer ganzheitlichen Betrachtung. Sie können genetisch bedingt sein, haben aber meistens auch eine Lifestyle-Komponente. In vielen Fällen spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle, aber auch mangelnde Bewegung ist ein zuverlässiger Verstärker von Stoffwechselstörungen. Hier finden Sie Erläuterungen zu einer Auswahl weit verbreiteter Stoffwechselstörungen: Insulinresistenz Diabetes mellitus Metabolisches Syndrom Fettleber Adipositas Dyslipidämie (erhöhte Blutfette) Gicht Mitochondriale Dysfunktion HPU/KPU Schilddrüsenfunktionsstörungen WENN DER STOFFWECHSEL AUS DEM GLEICHGEWICHT GERÄT Viele moderne Zivilisationsbeschwerden beruhen auf Störungen in drei zentralen Bereichen des Stoffwechsels.

1. BLUTZUCKER- UND INSULINSTOFFWECHSEL

INSULINRESISTENZ

Die Insulinresistenz ist häufig die Vorstufe eines Diabetes mellitus Typ 2. Dabei reagieren die Körperzellen zunehmend unempfindlich auf das Hormon Insulin. Der Zucker bleibt länger im Blut, während der Körper immer mehr Insulin produziert, um gegenzusteuern. Auf Dauer entsteht so ein Teufelskreis: Hohe Insulinspiegel fördern die Bildung und Einlagerung von Fett, während gleichzeitig die Fähigkeit der Zellen, Zucker aufzunehmen, weiter abnimmt, was zu einem tatsächlichen Energiemangel führt. Häufig entwickeln sich daraus weitere Stoffwechselprobleme wie Übergewicht, Fettleber, Diabetes oder das sogenannte metabolische Syndrom. Typische Hinweise können sein: Heißhungerattacken Energietiefs nach dem Essen Gewichtszunahme trotz „normaler“ Ernährung Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte Die Insulinresistenz entwickelt sich meist über Jahre hinweg und bleibt dabei in der Standarddiagnostik lange unentdeckt, da die Blutzuckerwerte Inklsdnflskndflknsdlfnnoch im Normbereich liegen. Erst mit ansteigenden Blutzuckerwerten wird sie auffällig und als Prädiabetes (Vorstufe des Diabetes) oder Diabetes sichtbar. Umso wichtiger ist es, frühzeitig gegenzusteuern: Durch gezielte Ernährungsstrategien, Lebensstilmaßnahmen wie Stressreduktion und regelmäßige Bewegung und eine Verbesserung der Darmfunktion kann der Stoffwechsel wieder deutlich entlastet werden.  Zurück zum Anfang

DIABETES MELLITUS

Diabetes mellitus ist eine Störung im Kohlenhydrat- oder Zuckerstoffwechsel. Wenn Kohlenhydrate aus Zucker, Getreide und stärkehaltigem Gemüse über die Nahrung aufgenommen und verstoffwechselt werden, steigt der Blutzuckerspiegel an. Da zu viel Zucker im Gefäßsystem nicht gesund ist, ist der Körper stets bemüht, den Zucker aus den Gefäßen zu entfernen. Dabei ist der Weg in die Zellen sinnvoll, da dort aus dem Zucker Energie gewonnen werden kann. Für den Transport des Zuckers aus den Gefäßen in die Zellen wird Insulin benötigt, das die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bereitstellt. Das Insulin wirkt dabei wie ein Schlüssel, und die Zellen besitzen spezielle Rezeptoren, an die das Insulin andocken kann, um die Zelle für den Zucker „aufzuschließen“. Beim Diabetes mellitus ist dieses fein abgestimmte System gestört. Man unterscheidet mind. zwei Hauptformen bzw. Ursachen: Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an, sodass kaum noch oder gar kein Insulin mehr gebildet wird. Betroffene sind lebenslang auf die Zufuhr von Insulin angewiesen. Typ-2-Diabetes ist deutlich häufiger und wird auch „Altersdiabetes“ genannt. Hier liegt häufig zunächst eine Insulinresistenz vor. Durch dauerhaft hohe Blutzucker- und Insulinspiegel infolge einer kohlenhydratreichen Ernährung, Bewegungsmangel und genetischer Veranlagung – reagieren die „Schlüssellöcher“ (Insulinrezeptoren) nicht mehr ausreichend auf den „Schlüssel“ Insulin. Die Folge in beiden Fällen: Zu viel Zucker verbleibt im Blut, während die Zellen gleichzeitig energetisch unterversorgt sein können. Bei Typ-2-Diabetes versucht der Körper zunächst, dies durch eine erhöhte Insulinproduktion auszugleichen – bis die Bauchspeicheldrüse erschöpft ist und auch hier kaum noch oder kein Insulin mehr gebildet werden kann. Ein frühes Symptom ist häufig vermehrtes Wasserlassen. Der überschüssige Zucker wird über die Nieren ausgeschieden und zieht Wasser mit sich. Dadurch entsteht auch ein verstärktes Durstgefühl. Kommt es zu starken Blutzuckerschwankungen, können akute Stoffwechselentgleisungen auftreten. Unterzuckerungen (z. B. durch Medikamente, Mahlzeitenausfall oder Fehlanpassung der Therapie) können zu Zittern, Schweißausbrüchen, Verwirrtheit oder Ohnmacht führen. Stark erhöhte Blutzuckerwerte können ebenfalls gefährlich werden und erfordern ärztliche Behandlung. Beide Zustände sind potenziell lebensbedrohlich, eine sorgfältige Lebensgestaltung kann hier aber gut vorbeugen. Aber auch ohne akute Entgleisung ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel problematisch. Er schädigt langfristig: Blutgefäße Nerven Nieren Augen Herz-Kreislauf-System Die Folgen zeigen sich häufig zuerst an den Füßen als Neuropathie (Schädigung der Nerven mit Kribbeln, Schmerzen, Taubheit und schließlich totalem Gefühlsverlust), betreffen jedoch tatsächlich den gesamten Organismus und können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall Nierenschäden Sehstörungen Wundheilungsstörungen erhöhen. Zur medikamentösen Behandlung werden u.a. blutzuckersenkende Medikamente und Insulin eingesetzt. Diese regulieren zwar den Blutzuckerwert – beheben jedoch nicht automatisch die zugrunde liegende Stoffwechselstörung. Entscheidend ist es, die Insulinsensitivität zu verbessern, Entzündungsprozesse zu reduzieren und den gesamten Stoffwechsel zu stabilisieren. Geeignete Maßnahmen sind hier: individuelle Ernährungsweise, die den Blutzucker stabilisiert und Entzündungen reduziert Lebensstilmaßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Schlafhygiene, Reduktion von Stress und Rauchstopp Eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen: Chrom ist beispielsweise an der Insulinwirkung beteiligt und kann – bei entsprechendem Mangel – eine Rolle spielen. Aber auch Vitamin D, Zink und Magnesium sind am Zuckerstoffwechsel beteiligt und werden bei Diabetikern häufig im Mangel gefunden. Eine nachhaltige Verbesserung des Stoffwechsels und erfolgreiche Behandlung des Diabetes mellitus beschränkt sich daher nicht allein auf die Senkung des Blutzuckerspiegels. Entscheidend ist ein umfassendes Verständnis der zugrunde liegenden Stoffwechselprozesse. Deshalb ist das Ziel, die Insulinsensitivität zu verbessern, chronische Entzündungsprozesse zu reduzieren, Nährstoffdefizite gezielt zu beheben und den Stoffwechsel insgesamt zu stabilisieren, um langfristige Folgeschäden zu vermeiden und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. In meiner Praxis steht daher nicht nur der Blutzuckerwert im Fokus, sondern der gesamte Stoffwechselzusammenhang. Auf Basis differenzierter Laboranalysen und einer individuellen Auswertung entwickle ich Konzepte, die darauf abzielen, die Insulinsensitivität zu verbessern und den Stoffwechsel nachhaltig zu stabilisieren.  Zurück zum Anfang

METABOLISCHES SYNDROM

Das metabolische Syndrom ist keine einzelne Erkrankung, sondern das gemeinsame Auftreten mehrerer Stoffwechselstörungen. Typisch sind: Übergewicht oder Adipositas mit bauchbetonter Fettverteilung Erhöhter Blutzucker (Prädiabetes oder Diabetes) Erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämie) Bluthochdruck (Hypertonie) Diese Kombination tritt häufig gemeinsam auf und verstärkt sich gegenseitig. Im Zentrum steht meist eine Insulinresistenz: Die Körperzellen reagieren immer schlechter auf das Hormon Insulin. Der Blutzuckerspiegel bleibt erhöht, während gleichzeitig vermehrt Fett gespeichert wird und die mitochondriale Energiegewinnung (Link einfügen) nicht mehr optimal funktioniert. Ernährung, Bewegungsmangel, chronischer Stress und Schlafmangel sind maßgebliche Einflussfaktoren. Gleichzeitig stehen diese Stoffwechselveränderungen auch mit chronischen Entzündungsprozessen, der Entwicklung einer Fettleber und hormonellen Dysbalancen in Verbindung. Das metabolische Syndrom gilt heute als eine der wichtigsten Ursachen für Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßschäden ist deutlich erhöht. Da sich diese Störungen über Jahre hinweg langsam entwickeln, bleiben sie meist lange unbemerkt. Oft werden einzelne Bestandteile – etwa Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte – isoliert behandelt, ohne die zugrunde liegende Stoffwechsellage ausreichend zu berücksichtigen. Ein zentraler Ansatzpunkt der Therapie ist daher die Stabilisierung des gesamten Stoffwechsels. Dazu gehören unter anderem: individuell angepasste Ernährungsweise Verbesserung der Insulinsensitivität Förderung der Darmgesundheit gezielte Mikronährstoffversorgung regelmäßige Bewegung und weitere Lebensstilmaßnahmen Um die individuelle Stoffwechselsituation genauer zu erfassen, kann eine differenzierte Stoffwechselanalyse sinnvoll sein. Auf dieser Basis lässt sich ein Ernährungskonzept entwickeln, das den Blutzucker stabilisiert und den Stoffwechsel nachhaltig entlastet. Gerade weil mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen, ist eine die Gesamtsituation berücksichtigende Herangehensweise besonders wichtig. (Mehr dazu finden Sie auf meiner Seite zum Gesund & Aktiv Stoffwechselprogramm.)  Zurück zum Anfang

FETTLEBER (NICHT-ALKOHOLISCHE FETTLEBER)

Bei der nicht-alkoholischen Fettleber lagert sich vermehrt Fett in den Leberzellen ein – häufig als Folge dauerhaft erhöhter Insulin- und Blutzuckerwerte bei übermäßigem Kohlenhydratkonsum. Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers. Sie steuert unter anderem: Blutzuckerregulation Fettstoffwechsel Eiweißstoffwechsel Hormonhaushalt Bildung von Blutgerinnungsfaktoren Produktion von Gallenflüssigkeit zur Fettaufnahme im Darm Speicherung von Vitaminen und Spurenelementen Entgiftungsprozesse Eine Fettleber verursacht keine Schmerzen, da das Lebergewebe selbst nicht schmerzempfindlich ist. Die Folgen zeigen sich daher häufig indirekt – etwa in Form von: Erhöhter Erschöpfung Konzentrationsschwierigkeiten Ungünstigen Blutfettwerten Hormonellen Dysbalancen Erhöhter Entzündungsneigung Häufig ist die Leberfunktion bereits eingeschränkt, lange bevor die üblicherweise bestimmten Laborwerte deutlich auffällig werden oder klinische Symptome auftreten. Die Versorgung mit wichtigen Stoffwechselprodukten kann reduziert sein, und auch die Entgiftung funktioniert nicht mehr optimal. Eine Fettleber kann auch die Entwicklung schwerwiegender Leberschäden begünstigen, lässt sich allerdings über Lebensstilmaßnahmen wie eine Stabilisierung des Blutzuckers, Reduktion schnell verfügbarer Kohlenhydrate, Gewichtsregulation, Bewegung, Alkoholkarenz und eine gezielte Unterstützung der Leberfunktion gut beeinflussen und oft sogar komplett ausheilen. Da die Veränderungen häufig lange unbemerkt bleiben, kann ein frühzeitiger differenzierter Blick auf die eigene Stoffwechselsituation sinnvoll sein.  Zurück zum Anfang

2. FETT- UND HARNSTOFF-STOFFWECHSEL

ADIPOSITAS

Adipositas ist ein sehr starkes Übergewicht. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation wird das Körpergewicht in mehrere Klassen eingeteilt. Berechnungsgrundlage ist der Body-Mass-Index (BMI), der sich aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m 2 ) ergibt. Folgende Klassen werden unterschieden: BMI <18: Untergewicht BMI 18 - <25: Normalgewicht BMI 25 - <30: Übergewicht BMI 30 - <35: Adipositas Grad I BMI 35 - <40: Adipositas Grad II BMI >40: Adipositas permagna, Grad III Für eine bessere Vorstellung hier ein paar Beispiele: Ein Mensch mit einer Größe von 1,70 m wäre mit 50,6 kg untergewichtig (BMI: 17,5), mit 63,6 kg normalgewichtig (BMI: 22), mit 78 kg übergewichtig (BMI: 27) und ab 86,7 kg adipös (BMI: 30). Adipositas ist jedoch nicht nur eine Frage des Gewichts, sondern Ausdruck komplexer hormoneller und stoffwechselbedingter Veränderungen – insbesondere im Insulin- und Fettstoffwechsel. Starkes Übergewicht erhöht das Risiko für: Insulinresistenz und Diabetes Bluthochdruck und Arteriosklerose Fettstoffwechselstörungen Fettleber Gelenkverschleiß Schlafapnoe Chronische Entzündungsprozesse Hormonstörungen, PCOS Krebs Viszerales Fettgewebe – also das Fett zwischen den Organen im Bauchraum – wirkt hormonell aktiv und kann entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzen. Dadurch entsteht eine dauerhafte Belastung für den gesamten Organismus. Eine nachhaltige Gewichtsregulation kann hier das Risiko für eine ganze Reihe teilweise schwerer Erkrankungen deutlich senken. Eine nachhaltige Therapie setzt aber nicht nur auf eine einfache Kalorienrestriktion, sondern berücksichtigt den individuellen Stoffwechsel, Blutzuckerregulation, Darmgesundheit, Hormonbalance und Stressbelastung.  Zurück zum Anfang

DYSLIPIDÄMIE (ERHÖHTE BLUTFETTE)

Erhöhte Triglyceride oder ein ungünstiges Verhältnis von HDL- zu LDL-Cholesterin sind Ausdruck einer gestörten Fettverwertung. Ursachen sind häufig eine zuckerreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Insulinresistenz oder chronischer Stress. Erhöhte Blutfettwerte bleiben häufig lange unbemerkt, können jedoch in bestimmten Situationen die Entstehung von Gefäßablagerungen (Arteriosklerose) fördern und damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Da Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel eng miteinander verknüpft sind, liegt die Ursache häufig nicht nur im Fettkonsum selbst, sondern in einer gestörten Blutzuckerregulation. Eine gezielte Ernährungsumstellung, Stabilisierung des Blutzuckers, Bewegung sowie die Optimierung des Mikronährstoffstatus können sich daher positiv auf die Blutfettwerte auswirken.  Zurück zum Anfang

GICHT

Bei der Gicht ist der Harnsäurestoffwechsel gestört. Harnsäure entsteht bei der Verstoffwechselung purinhaltiger Nahrungsmittel. Sie kann beim Vorliegen einer Gicht nicht ausreichend schnell abgebaut werden, sodass ein hoher Harnsäurespiegel entsteht und Harnsäurekristalle ausfallen. Da die Löslichkeit der Harnsäure mit sinkender Temperatur abnimmt, kristallisiert sie bevorzugt in körperfernen Bereichen wie Zehen- oder Fingergelenken aus. Die Kristalle schädigen das Gewebe und lösen schmerzhafte Entzündungsreaktionen aus. Purinhaltige Lebensmittel sind z.B. Fleisch (besonders Schwein und Wild) Einige Fischsorten Innereien (besonders Leber) Bier, Hefe Hülsenfrüchte Spargel Neben genetischen Faktoren spielen Ernährung und Lebensstil eine entscheidende Rolle. Eine Reduktion purinreicher Lebensmittel, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie die Stabilisierung des Stoffwechsels können helfen, den Harnsäurespiegel zu regulieren und Gichtanfällen vorzubeugen.  Zurück zum Anfang

3. ENERGIE- UND MIKRONÄHRSTOFF-

STOFFWECHSEL

MITOCHONDRIALE DYSFUNKTION

Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ unserer Zellen. Sie produzieren Energie in Form von ATP, das nahezu alle zellulären Prozesse antreibt. Darüber hinaus sind Mitochondrien beteiligt an: Regulation des Zellstoffwechsels Bildung bestimmter Hormone Steuerung des programmierten Zelltods (Apoptose) Calciumhaushalt Regulation von oxidativem Stress Sind sie in ihrer Funktion eingeschränkt, steht nicht nur weniger Energie zur Verfügung – auch zahlreiche Regulationsmechanismen geraten aus dem Gleichgewicht. Mögliche Folgen können sein: Chronische Müdigkeit Erschöpfung trotz ausreichendem Schlaf Konzentrationsstörungen Muskelschwäche Erhöhte Infektanfälligkeit Geringere Stressresilienz Chronischer Stress, Nährstoffmängel, Umweltbelastungen oder anhaltende Entzündungen können die mitochondriale Funktion beeinträchtigen, indem sie den oxidativen Stress steigern. Dabei handelt es sich um ein Ungleichgewicht zwischen aggressiven Sauerstoffverbindungen – sogenannten freien Radikalen – und den körpereigenen Schutzsystemen. Ein Zuviel an oxidativem Stress kann Zellstrukturen schädigen und wird mit zahlreichen chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. So wird auch klar, dass die mitochondriale Dysfunktion mit einer Vielzahl chronischer Erkrankungen einhergeht oder sogar ihre Grundlage ist. Therapeutisch stehen die Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen, die Reduktion von (oxidativem) Stress, die Unterstützung der Entgiftungsleistung sowie eine Stabilisierung des gesamten Stoffwechsels im Vordergrund. Ziel ist es, die Energieproduktion auf Zellebene wieder zu verbessern und die Belastbarkeit der Betroffenen nachhaltig zu steigern.  Zurück zum Anfang

HPU / KPU

Die Hämopyrrollaktamurie (HPU) bzw. Kryptopyrrolurie (KPU) beschreibt eine Störung im Häm-Stoffwechsel bzw. der Häm-Bildung. Häm ist ein zentraler Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, aber auch wichtig für zahlreiche Enzyme, die an Entgiftung, Energieproduktion und Nervenstoffwechsel beteiligt sind. Bei der HPU/KPU werden vermehrt fehlerhafte Häm-Moleküle gebildet, die über den Urin ausgeschieden werden und dafür wasserlöslich gemacht werden müssen. Dies geschieht über eine Verbindung mit wichtigen Mikronährstoffen (u.a. Vitamin B6, Zink, Mangan), die auf diese Weise ebenfalls ausgeschieden werden und dadurch einem vermehrten Verbrauch und in der Folge häufig einem Mangel unterliegen. Diese Mikronährstoffe sind jedoch an einer Vielzahl zentraler Prozesse beteiligt, unter anderem: Nervenstoffwechsel und Neurotransmitterbildung Hormonregulation Entgiftungsleistung der Leber Immunsystem Energieproduktion in den Mitochondrien Ein chronischer Mangel kann daher ein sehr breites und oft unspezifisches Beschwerdebild verursachen. Mögliche Folgen sind: Chronische Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit Konzentrationsprobleme („Brain Fog“) Erhöhte Stressanfälligkeit Schlafstörungen Hormonelle Dysbalancen (z. B. PMS, Zyklusbeschwerden) Hautprobleme Infektanfälligkeit Verdauungsbeschwerden Eingeschränkte Entgiftungsfähigkeit Da die Symptomatik vielfältig und unspezifisch ist, bleibt diese Stoffwechselstörung häufig lange unerkannt. Eine gezielte Labordiagnostik und eine differenzierte Betrachtung der individuellen Situation können hier entscheidend sein, um Zusammenhänge sichtbar zu machen. Therapeutisch steht in der Regel die gezielte Substitution der betroffenen Mikronährstoffe im Vordergrund, eingebettet in ein individuelles Gesamtkonzept zur Stabilisierung des Stoffwechsels, der Entgiftung und der Stressregulation.  Zurück zum Anfang

SCHILDDRÜSENFUNKTIONSSTÖRUNGEN

Die Schilddrüse steuert über ihre Hormone zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper – unter anderem den Energieverbrauch, die Wärmeproduktion, den Herzschlag und die Aktivität vieler Organe. Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) verlangsamt sich der Stoffwechsel. Mögliche Folgen sind: Müdigkeit und Antriebslosigkeit Gewichtszunahme Kälteempfindlichkeit Verstopfung Trockene Haut und Haare Bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) läuft der Stoffwechsel beschleunigt ab. Mögliche Folgen sind: Gewichtsabnahme trotz gutem Appetit Herzklopfen oder Herzrasen Nervosität und innere Unruhe Schlafstörungen Wärmeintoleranz und vermehrtes Schwitzen Häufige Ursachen von Schilddrüsenerkrankungen sind Autoimmunprozesse: Hashimoto-Thyreoiditis: Eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Dies führt zu Beginn meist zu einer entzündungsbedingten Überproduktion der Schilddrüsenhormone, langfristig aber zu einem Untergang des hormonproduzierenden Gewebes und damit zu einer Unterfunktion. Morbus Basedow: Ebenfalls eine Autoimmunerkrankung, bei der stimulierende Antikörper die Schilddrüse überaktivieren und eine Überfunktion verursachen. Darüber hinaus können auch strukturelle Veränderungen eine Rolle spielen: Schilddrüsenknoten („heiße“ und „kalte“ Knoten): Heiße Knoten produzieren eigenständig Hormone und können zu einer Überfunktion führen. Kalte Knoten sind hormonell inaktiv und sollten diagnostisch abgeklärt werden. Struma (Kropf): Eine Vergrößerung der Schilddrüse, häufig infolge von Jodmangel oder hormonellen Regulationsstörungen. Schilddrüsenfunktionsstörungen können zahlreiche körperliche und psychische Prozesse beeinflussen und bleiben insbesondere in milderen Ausprägungen häufig lange unentdeckt. Gerade bei unspezifischen Beschwerden kann eine differenzierte Betrachtung der Schilddrüsenfunktion über die Standardwerte hinaus sinnvoll sein. Da die Schilddrüse eng mit anderen hormonellen Systemen, der Stressregulation und der Mikronährstoffversorgung verbunden ist, lohnt sich häufig ein ganzheitlicher Blick auf den Stoffwechsel. Neben der ärztlichen Abklärung können eine Optimierung der Mikronährstoffversorgung (z. B. Jod, Selen, Eisen, Vitamin D), eine Stabilisierung des Stoffwechsels sowie die Reduktion von Stress unterstützend wirken.  Zurück zum Anfang

MEIN THERAPEUTISCHER ANSATZ

Stoffwechselstörungen entstehen selten isoliert. Häufig beeinflussen sich Blutzuckerregulation, Fettstoffwechsel, Darmgesundheit, Mikronährstoffstatus und hormonelle Steuerung gegenseitig. Daher kombiniere ich: differenzierte Labordiagnostik individuelle Ernährungsstrategien gezielte Mikronährstofftherapie Darmregulation Stressmodulation Gerne kläre ich gemeinsam mit Ihnen, welche Stoffwechselprozesse bei Ihnen aus dem Gleichgewicht geraten sind – und welche Schritte sinnvoll und realistisch umsetzbar sind, um ein gesundes Gleichgewicht möglichst gut wieder herzustellen.  Zurück zum Anfang

IHR STOFFWECHSEL IST VERÄNDERBAR

Auch wenn sich viele Stoffwechselstörungen schleichend entwickeln und lange unbemerkt bleiben, sind sie in vielen Fällen gut beeinflussbar. Oft reichen bereits wenige gezielte Veränderungen, um den Stoffwechsel spürbar zu entlasten und Beschwerden nachhaltig zu verbessern. Entscheidend ist, die individuellen Ursachen zu erkennen und nicht nur einzelne Symptome zu behandeln. Genau hier setzt meine Arbeit an: mit einem strukturierten Blick auf die Zusammenhänge und einem klaren, umsetzbaren Konzept. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht geraten ist oder Sie sich in einzelnen Punkten wiederfinden, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir, um einen Termin zu vereinbaren – bei Bedarf für ein kostenloses Informationsgespräch.